In Zeiten massiver sozialer und struktureller Umbrüche, in Zeiten allgemeinen sinkenden Lebensstandards, in Zeiten der Verlustes von Arbeit, Einkommen und Vermögen, in Zeiten wachsender Zukunftsängste explodieren die Kosten für die Daseinsvorsorge nahezu ungebremst. Kosten für Wasser und Abwasser bewegen sich seit Jahren in einer nicht enden wollenden Aufwärtsspirale nach oben. Politische Vorgaben verschärfen diesen Prozess. Bürgervertreter in den zuständigen Organen scheinen überfordert und überrollt von der scheinbaren Macht des Faktischen.
Grundsätze von Verhältnismäßigkeit und Zumutbarkeit geraten aus den Fugen. Kosten werden bedenkenlos produziert im Vertrauen auf die Umlegbarkeit auf die Betroffenen. Bürger müssen sich organisieren, um die Rückbesinnung auf Augenmaß einzufordern. Um das Unzumutbare sichtbar zu machen. Um sich zu empören. Um Widerstand zu leisten. Um Alternativen aufzuzeigen.
Die Beitragssatzung des AZV Salza vom 27.10.03, die trotz vereinnahmter Landeshilfen teilweise zu grotesk überhöhten Anschlussbeiträgen führt, die gegenüber den bisher geltenden Satzungen Beiträge verdoppelt, verdrei- , ja gar vervierfacht, überschreitet die Grenzen des Verantwortbaren, stürzt die Betroffenen in wirtschaftliche Notlagen, verkennt die historischen Besonderheiten in einem Beitragsgebiet, das ausgesprochen ländlich strukturiert und das von markanten, ehemaligen landwirtschaftlich genutzten und daher besonders großen Grundstücken gekennzeichnet ist.
Bürger aus Holleben, Teutschenthal, Bennstedt, Zappendorf und Lettewitz haben sich zusammengefunden, um aufmerksam zu machen, Probleme transparenter zu machen, um Kräfte zu bündeln und um maßvolle, vernünftige Lösungen durchzusetzen.
Bitte informieren Sie sich auch auf unserer Partnerseite
BuergerWuerger.de